Die Vorzüge des BLUE CONNECTION® Information Transfer als Tool für die Entgegennahme von Daten im Versicherungsbereich zeigen zwei Beispiele, die im Jahr 2000 in die Produktion übernommen wurden:

          1. Das System VERDI der Allianz AG in München

          2. Die Antragsdatenrücknahme im VIS-Außen der Öffentlichen Versicherung Braunschweig

In beiden Beispielen werden die auf dem Großrechner bereits bestehenden Verarbeitungsprogramme genutzt und damit wurde in der Entwicklung der Kosten- und Zeitrahmen klein gehalten.

Allianz-Logo  Das System VERDI der Allianz AG München

Die Allianz Versicherungs AG in München hat ein System entwickelt, das die Verarbeitung der im Außendienst erfassten Versicherungsanträge, wesentlich beschleunigt. VERDI (VERtreter-DIrekteingabe) sendet diese Antragsdaten nicht nur zur Zentrale, sondern ermöglicht die Verarbeitung der Versicherungsanträge auf dem Großrechner zeitnah, das heißt noch am gleichen Tag. Die Verarbeitungsprotokolle, z.B. Statusmeldungen wie 'Antrag policiert' oder 'an den Innendienstsachbearbeiter weitergeleitet' werden dem Vertreter ebenfalls online, quasi "auf Knopfdruck" zur Verfügung gestellt.

Die vom Vertreter eingegebenen und auf Plausibilität geprüften Anträge werden sofort oder über einen Sammelauftrag (optional vom Vertreter zu wählen) per Funktionsaufruf an den BLUE CONNECTION® Information Transfer übergeben. Der Information Transfer überträgt die Antragsdaten auf den Großrechner und legt sie im INFOPOOL (IMS-Datenbank) als eigene 'Datei' des Vertreters ab.
Auf dem Großrechner wird zeitgesteuert ein Verarbeitungsprogramm gestartet, das die im Infopool abgelegten Dateien aller Vertreter ausliest und den weiterverarbeitenden Programmen zur Verfügung stellt. Die von der Verarbeitung erzeugten Protokolle werden als private Datei speziell für jeden einzelnen Vertreter wieder den INFOPOOL eingestellt. Der Außendienstmitarbeiter holt diese Protokolle bei Bedarf ab und erhält so nach einem Tag die Information, ob und wie seine Daten verarbeitet wurden.

Die Nutzung des bei uns seit langem eingesetzten Information Transfer hat wesentlich dazu beigetragen, den Prozess von der Antragserfassung beim Kunden bis zur Ausstellung einer Police zu optimieren, weil der gesicherte Transport der Daten von und zu den Außendienstgeräten durch einfache Funktionsaufrufe gewährleistet wird. (Uwe Geerds, Mitarbeiter der Allianz)


OVB-Haus  Die Antragsdatenannahme im System VIS-Außen der Öffentlichen Versicherung Braunschweig
Da die Anforderungen an das Außendienstsystem VIS-Außen der Öffentlichen Versicherung in Braunschweig wuchsen und Platz und Technik sich stark gewandelt hatten wurde das Außendienst-System innerhalb kurzer Zeit neu geschrieben, wobei die Gesamtarchitektur erhalten blieb. Im neuen VIS-Außen wird die Kommunikation mit dem Mainframe über die BLUE CONNECTION® RedAnt Emulation TN3270E abgewickelt, mit deren Vorgänger bereits im alten System gute Erfahrungen gemacht wurden.

Als neuer Bestandteil des VIS-Außen wurde ein Antragsdatenversand für die Sparte Kraftfahrt entwickelt. Auf Basis des BLUE CONNECTION® Information Transfers entstand schnell ein überschaubares Konzept. Die Integration in das Gesamtsystem wurde von der ivv (Informationsverarbeitung für Versicherungen GmbH in Hannover) ohne Probleme vorgenommen.

Die Antragsdaten werden auf den PC als Datei abgelegt und dann für jeden Benutzer als private Datei in den INFOPOOL übertragen. Nach erfolgreicher Übertragung wird die Datei an eine Sammeldatei angehängt. Diese Sammeldatei wird abends im Batchverfahren aus dem INFOPOOL ausgelesen und einem bereits bestehenden Hostprogramm zur weiteren Verarbeitung zur Verfügung gestellt.



Kurzbeschreibung des BLUE CONNECTION® Information Transfer

Mit seinen vielfältigen Funktionen und der unkomplizierten Programmierschnittstelle bietet der Information Transfer einfache und zuverlässige Verfahren um Daten zwischen Programmen, die auf verschiedenen Rechnern implementiert sind, auszutauschen. Als zentraler Punkt des Systems agiert der INFOPOOL (bei Großrechnern eine IMS-Datenbank) der als Zwischenablage für die Daten aller angeschlossenen Geräte dient. Durch die Verwaltungsstruktur des INFOPOOLs können Daten speziell für bestimmte Benutzer bzw. Programme abgelegt werden. Der Datenaustausch zwischen den Außendienst-PC und der zentralen DV erfolgt dabei, ohne den gängigen Weg über eine 3270-Emulation zu verlassen.

Die beide oben beschriebenen Beispiele zeigen, dass bereits bestehende Programme auf den PC und auf dem Großrechner genutzt werden können, was den Return on Invest dieser Programme erhöht und den Entwicklungsaufwand wesentlich verringert. Weitere Vorteile des Verfahrens liegen in der Nutzung gängiger Standards, der Möglichkeit Transfers bei Bedarf zu unterbrechen und wiederaufzusetzen (Restart) und einer internen benutzerorientierten Verwaltungsstruktur.

1. Sicherheit und Standards

Die Kommunikation über eine 3270-Transaktion auf dem Mainframe garantiert das Einhalten der Sicherheitsstandards (Anmeldeverfahren wie z. B. RACF). Der Zugriff zum Großrechner wird durch eine Emulation (z.B.BLUE CONNECTION® RedAnt Emulation TN3270E, Attachmate !EXTRA-Emulation, IBM Personal Communication u.a.) ermöglicht, die oft auf den PC bereits verfügbar ist, weil sie für andere Anwendungen benötigt wird.

2. Restartfähigkeit

Die Software ermöglicht eine Unterbrechung der Übertragung durch den Benutzer und das Wiederaufsetzen (Restart) an dieser Stelle. Das stellt einen besonderen Vorteil beim Versand von großen Datenmengen dar. Diese Funktionalität wird auch für das Wiederaufsetzen bei Leitungs- oder PC-Abbrüchen genutzt.

3. Verwaltungsstruktur

Der INFOPOOL auf dem Großrechner oder PC ist eine einzige 'Datei'. Die Verwaltung von Benutzern und Benutzergruppen wird vom INFOPOOL-Management selbst gesteuert. Dateien können als öffentlich (d.h. für alle zugänglich) oder privat abgelegt werden, ohne das zusätzliche Freigabe- oder Sperrmechanismen aufgerufen werden müssen. Weiterhin gibt es die Möglichkeit Sammeldateien zu bilden, an die Benutzer Informationen anhängen können.


home
BLUE CONNECTION ® ist ein eingetragenes Warenzeichen der AUGe GmbH, Krefeld. Es kennzeichnet die Softwarefamilie zur Kommunikation zwischen dezentralen Rechnern (PC) und zentralen Rechnern (HOST).